Forschungsfelder

Ab wann verstehen Kinder, dass andere Personen nicht alles wissen, was man selbst weiß, und nicht alles mögen, was man selbst mag? Fragen wie diese bilden den Gegenstand unserer Forschung zur kognitiven Entwicklung. Das bedeutet, dass wir uns für allgemeine Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung des kindlichen Denkens interessieren.

Auch wenn wir also keine Diagnosen des Entwicklungstandes einzelner Kinder erstellen und unsere Studien nicht auf einen konkreten Anwendungszweck hin ausgerichtet sind, tragen die Ergebnisse unserer Forschung dazu bei, die menschliche Entwicklung ein wenig besser zu verstehen. Damit erschließen sich indirekt neue und bessere Möglichkeiten, die individuelle Entwicklung von Kindern zu fördern oder Kindern mit Entwicklungsproblemen zu helfen.

Im Fokus unseres Forschungsinteresses liegt die Entwicklung in drei verschiedenen Wissensbereichen: der Physik, der Mathematik und der Psychologie. Hierbei interessieren wir uns aber weniger für die in der Schule erworbenen Kenntnisse als vielmehr für die bis in die früheste Kindheit zurück reichenden Vorläufer entsprechender Wissensbestände. Es geht also nicht um schulisches Wissen über Physik, Mathematik oder Psychologie, sondern um intuitive, sprachlich nicht immer ausdrückbare Kenntnisse und Fähigkeiten in diesen Bereichen. Dementsprechend sind Kinder, die an unseren Studien teilnehmen in der Regel nicht älter als sechs Jahre.

Kinder machen auch und gerade im handelnden Umgang mit ihrer Umwelt vielfältige Erfahrungen, die ihr intuitives Weltwissen erweitern. Dementsprechend beschäftigen wir uns in unserer Forschung auch mit dem Zusammenhang zwischen Handeln und Denken, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des räumlichen Vorstellungsvermögens.

Näheres zu den einzelnen Forschungsfeldern erfahren Sie über die folgenden Links:

Intuitive Physik
Intuitive Mathematik
Intuitive Psychologie
Vorstellung und Bewegung
Imitation